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Freitag, August 14, 2020
   
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Automatisierung

Wie weit soll die Automation in der Brauerei gehen?

In der heutigen Wettbewerbssituation müssen erfolgreiche Produkte in allen Eigenschaften optimal sein. Um dies zu gewährleisten ist es mittlerweile unabdingbar geworden, einzelne Bereiche einer Brauerei mehr oder weniger entsprechend der Produktionsauslastung des Equipments zu automatisieren.

Für den erfolgreichen Brauer ist die Steuerungstechnik einer der erfolgsbestimmenden Faktoren. Die Steuerung ist die wichtigste Schnittstelle zum Anlagenbenutzer.

Wenn wir davon sprechen, Bereiche der Brauerei mehr oder weniger zu automatisieren, so meinen wir, Bereiche die rund um die Uhr eine verhältnismäßig hohe kontinuierliche Nutzung erfordern wie z.B. das Sudhaus, sowie primär Prozesse, die die Qualität der Produkte beeinflussen, ist eine relevante Steuerung den Anforderungen entsprechend zu wählen. Für 8,10 und mehr Sudchargen müssen die Spezialisten ans Werk, welche nicht sehr zahlreich gesät sind.

Weniger intensive Brauereibereiche wie Gär- oder Lagerkeller und Drucktankkeller sollten von einem PLS überwacht werden, aktiv steuern sollte es nur die Gärführung und die Reinigungsprozesse, da Personal für den Keller in den meisten Fällen vorhanden ist und prozessbedingt überwachende Tätigkeiten ausübt.

Filteranlagen haben es einfach an sich, dass die zu filtrierenden Biere die aus dem Lagerkeller kommende Produktqualität  mindestens behalten müssen. Manuell betriebene Filter sollten wenigstens mit Qualitätsmessgeräten zur Trübungserfassung ausgerüstet sein, welche entsprechend ihrer Messeigenschaft die Anlage in den Kreislaufbetrieb bringen kann, ohne den Eingriff eines Bedieners. Dieser Vorgang sollte dann jedoch von einem Steuerungssystem erfasst werden.

Wir leben in einer Zeit dramatischer Markt- und Technologieentwicklungen. Darin liegen große Chancen für den innovativen Brauer. Wirklich innovativ kann man aber nur im Feld seiner Kernkompetenz sein. Wenn Steuerungstechnik dazu nicht gehört, sollte man sie nicht selbst herstellen. Dafür gibt es Partner, die sich ausschließlich damit beschäftigen. Durch diese Arbeitsteilung kann der Brauer mit seinem Eigenkapital den größten Nutzen erwirtschaften. Ausschlaggebend für den Erfolg eines Steuerungskonzeptes ist die Zukunftssicherheit. Es muss möglichst lange den Veränderungen der Kundenwünsche nachgeführt werden können, bevor es durch Neuentwicklung ersetzt werden muss. Dazu muss der Entwickler eine breite Übersicht über technologische Standards haben und ein gutes Gespür für den Weg des Trends in die Zukunft.

Gerade bei größerer Produktvielfalt ist die Qualitätssicherung ein wesentliches Plus pro Automatisierung. Einmal optimierte Rezepturen unterliegen lediglich der Qualität der Primärprodukte aber nicht dem Produktionsprozess selbst; sobald dieser eben so nötig wie möglich in den Schlüsselbereichen der Produktion automatisiert wurde.

Es bewahrheitet sich speziell in der Steuerungstechnik das Faktum, dass eine Kette nur so stark sein kann, wie deren schwächstes Glied ist. Speziell die Mess- und Regeltechnik als wesentlicher Baustein der Steuerung beeinflusst in erheblichem Maße die gesamte Qualität der Prozessleittechnik. Oftmals sind die Betriebselektriker die wahren Künstler in der Brauerei; denn oft genug sieht die Realität so aus, dass der Einkäufer über Preis einkauft aber keine Standards berücksichtigt und somit der Betriebselektriker mit elektronischen Durchflusszählern von bis zu sieben verschiedenen Herstellern konfrontiert wird, wobei wiederum jeder Hersteller seine eigene Philosophie für die Richtige hält.

Die Messwerterfassung als Schlagwort dürfte ohne Auswertung dergleichen zu nur geringem Nutzen für den Brauer führen. Hochwertigste und kostspielige Mess- und Analysegeräte verfehlen ihr Berechtigungsdasein, wenn nicht in gleichem Maße hochwertige Auswertungsprogramme Teil eines Prozessleitsystems sind. Die Messdatenarchivierung ist heute kein Thema mehr, da mit der fortschreitenden Entwicklung der Computertechnologie genügend Speicherkapazität mittlerweile spottbillig zur Verfügung steht.

Verschiedene Prozessleitsysteme erfüllen ihre Funktionalität nur an der Oberfläche, da diejenige Firma, welche das System installiert, oftmals über zu wenig verfahrenstechnisches Know-how verfügt, um auch die Anwendung eines glänzenden Betriebssystems chargenspezifisch zu nutzen. Selbstverständlich entscheidet auch die Ergonomie eines Systems mit über die Akzeptanz oder Ablehnung durch den Anwender. Wie oft haben schon Verfahrensspezialisten für Keller- oder Filteranlagen an der Programmierung einer Malzsilo- und Schrotereianlage oder umgekehrt versagt, weil sie irgendwann feststellen müssen, dass ihr für die Kelleranlage entwickeltes PLS eben nicht für die Verfahrenstechnik des anderen technologischen Bereiches der Brauerei geeignet ist?

Obwohl wir in Deutschland im Bierparadies leben, findet man nur eine kleine Gruppe von Firmen, welche tatsächlich den kompletten Produktionsprozess automatisieren können, so wie sich der Brauer das auch wirklich vorstellt bzw. für maßvolle finanzielle Investitionen entsprechende Leistungen und Funktionalität erhält.

Wer hat sich noch nicht geplagt mit all den Begriffen wie UNIX, NT, COROS,OS/2, BRAUMAT, OTAS, BOTEC, EXCEL, ACCESS, Multi using/multi tasking, Redundanz, etc.

Selbstverständlich hat jeder das beste System in seiner Brauerei installiert! Netzwerktechnik und Bussysteme, zentrale oder dezentrale Peripherie sind in der Regel Themen, die jeden normalen Anwender überfordern, es sei denn, er hat einen qualifizierten Mitarbeiter in seiner Mannschaft, der hilfreich zur Seite steht.

Gerade die Netzwerktechnik macht es aus, dass Prozessleitsysteme im Produktionsbereich mit der installierten Hard- und Software im kaufmännischen Unternehmensbereich harmonieren bzw. der eine mit dem anderen kommunizieren kann. Aber nicht nur kommunizieren, sondern der eine dem Anderen auch die Informationen geben kann, die dieser wiederum für eine effiziente Anwendung benötigt. Ebenso undurchsichtig wie die Angebote für Prozessleitsysteme sind sie in gleichem Maße für kaufmännische Systeme. Es wird dem Anwender schon einiges abverlangt, wenn das Thema der Automatisierung im Zuge einer Modernisierung zur Tagesordnung wird.

Die einzigen Fragen, die sich der Leidgeplagte kompromisslos stellen muss, sind:

-          Was sind die echten Vorteile eines Systems gegenüber einem anderen im Produktionsbereich meiner Brauerei (denn von der Produktion und deren gleichbleibenden Qualität lebt bekanntlich der Brauer) und wer ist hier der kompetenteste Partner? Es muss nicht nur einer sein, aber wenn es mehrere sind, müssen die Produkte der Lieferanten harmonieren.

-          und die zweite Frage muss sein: Kann mein kaufmännisches Equipment mit der Produktionsebene kommunizieren?

Automatisiert werden müssen die arbeitsintensiven Arbeitsprozesse. Wobei zusätzlich die Qualitätskontrolle Berücksichtigung finden muss.

Sinn der Automatisierung ist die Gewährleistung kontinuierlicher Prozesse, sowie die Transparenz der Produktion durch entsprechende Software, die wiederum die Arbeitsintensität reduzieren hilft. Eine Betriebsdatenerfassung und –auswertung muss eindeutig und einfach und in der Anwendung logisch gehalten sein.

Joachim Rüsse

 

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